Eibe
1994
Baum des Jahres
taxus baccata
Foto: Didier Descouens CC BY-SA 4.0
Im Volksglauben symbolisierte die Eibe das Schattenreich und die Ewigkeit – finden wir sie deshalb so häufig auf unseren Friedhöfen?
Die Eibe ist anders als andere Nadelbäume! Sie kann bis zu 3.000 Jahre alt werden und hat keine Zapfen, sondern scheinbar Beeren. Männliche und weibliche Blüten sitzen auf verschiedenen Pflanzen.
Alles an der Pflanze enthält das giftige Taxin, außer die roten Samenmäntel. Bei Pferden soll der Verzehr von nur 150 g Eibennadeln tödlich sein. Dagegen unempfindlich jedoch sind Hasen, Kaninchen und Rotwild. Taxin gewinnt als Heilmittel gegen Krebs zunehmend an Bedeutung.
Wissenswert!
» Bei der 5.200 Jahre alten Gletscherleiche »Ötzi« fand man Bogenstab und Beilstiel aus Eibenholz, denn das rotbraune Holz ist zäh, hart und elastisch und wurde schon in der Steinzeit zur Herstellung von Waffen benutzt.
» Europas einst ausgedehnte Eibenbestände sind durch den großen Holzbedarf fast verschwunden. Auch rückte man dem Baum wegen seiner Giftigkeit zu Leibe – außerdem wächst die Eibe nur sehr langsam.
Foto: Baumkunde.de
Foto: Leo Michels Gemeinfrei
Steckbrief
Höhe » bis 18 m
Alter » bis 3.000 Jahre!
Verbreitung
Foto: Andrea Schaufler_CC-BY-SA 3.0